TÜV Rheinland

Mit dabei

Seit 1872 vertrauen Menschen und Unternehmen rund um den Globus der TÜV Rheinland Group.

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Informationen

TÜV Rheinland: Prüfdienstleister für Qualität und Sicherheit von Mensch, Technik und Umwelt
Die TÜV Rheinland AG ist ein privatwirtschaftlich arbeitender Prüfdienstleister. In dem Konzern arbeiten 18.000 Menschen auf allen Kontinenten. Die unabhängigen Fachleute stehen für Qualität und Sicherheit im effizienten Zusammenspiel von Mensch, Umwelt und Technik in nahezu allen Wirtschafts- und Lebensbereichen.

TÜV Rheinland prüft als sogenannter „unabhängiger Dritter“ technische Anlagen, Produkte und Dienstleistungen, führt Prüfungen im Auftrag von Unternehmen durch und begleitet Projekte und Prozesse für Unternehmen. Dies erfolgt auf Basis anerkannter Standards sowie nationaler oder internationaler rechtlicher Vorgaben; dazu zählen beispielsweise deutsche oder internationale Normen von DIN oder ISO, aber auch Gesetze und Verordnungen. Zudem schulen und qualifizieren die Fachleute des TÜV Rheinland Menschen in zahlreichen Berufen und Branchen. Dazu verfügt das Unternehmen über ein globales Netz anerkannter Labore, Prüf- und Ausbildungszentren. Die Tätigkeit der Menschen bei TÜV Rheinland ist von der Überzeugung getragen, dass gesellschaftliche und industrielle Entwicklung ohne technischen Fortschritt nicht möglich sind. Hierfür ist der sichere und verantwortungsvolle Einsatz technischer Innovationen, Produkte und Anlagen entscheidend.

Prüfungen rund um Auto und Mobilität
Fahrzeug- und Führerscheinprüfungen

In Deutschland rollen Jahr für Jahr rund 2,6 Millionen Kraftfahrzeuge zur Hauptuntersuchung bei TÜV Rheinland. Insgesamt betreibt TÜV Rheinland über 140 Servicestationen in Bayern, Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz sowie im Saarland, an denen Fahrzeuguntersuchungen vorgenommen werden können. Neben dem Kfz-Prüfgeschäft und der Bahntechnik verantwortet der Bereich Mobilität bei TÜV Rheinland auch die Führerschein¬prüfung mit über 250.000 Prüfungen im Jahr.

Führerscheinprüfung und Fahrzeuguntersuchungen sind in Deutschland genau geregelt. Die Tätigkeit des TÜV Rheinland ist streng reglementiert und wird durch die staatlichen Aufsichtsbehörden kontrolliert, um die Qualität und die Unabhängigkeit der vorgenommenen Prüfungen zu gewährleisten.

Qualifikation und Kontrolle der Sachverständigen
Grundsätzlich dürfen für die Tätigkeiten der Technischen Prüfstellen und der amtlich anerkannten Überwachungsorganisationen, zu denen TÜV Rheinland zählt, nur Sachverständige beziehungs¬weise Prüfingenieure eingesetzt werden. Diese nehmen Fahrzeuguntersuchungen ebenso vor wie Führerscheinprüfungen ab. Im so genannten Kraftfahrtsachverständigengesetz sind für diese Mitarbeiter bestimmte Qualifikationen zwingend vorgeschrieben. Dazu zählt ein erfolgreich abgeschlossenes Studium des Maschinenbaus, der Kraftfahrzeugtechnik oder der Elektrotechnik. Nach der Hochschulausbildung erfolgt bei TÜV Rheinland eine 18-monatige Ausbildung zum Sachverständigen, die mit einer Prüfung vor der jeweils zuständigen Behörde des Bundeslandes abgeschlossen wird.

Im Rahmen ihrer Tätigkeit werden die Sachverständigen regelmäßig durch den Arbeitgeber mit offenen und verdeckten Tests geprüft. Auch die Aufsichtsbehörde führt verdeckte Tests zur Qualitätssicherung durch. Des Weiteren haben sich alle Prüforganisationen in einem Verein für Qualitätsmanagement zusammen¬geschlossen, in dem kontinuierlich die Tätigkeit aller Mitarbeiter nach festgelegten Regeln überprüft wird. Aus all diesen Maßnahmen wird dann zusätzlich durch die Verantwortlichen bei TÜV Rheinland einmal jährlich ein Qualitätsreport erstellt, der den Aufsichtsbehörden vorgelegt wird.

Eine weitere Anforderung an die Sachverständigen ist ihre charakterliche Eignung. Aus diesem Grunde werden alle Sachverständigen speziell erfasst und z.B. bei Verkehrsvergehen durch die Genehmigungsbehörde des Bundeslandes über die zu erwartende Strafe hinaus disziplinarisch gemaßregelt.

Kraftfahrzeugprüfung bei TÜV Rheinland in Deutschland
Die für Kraftfahrzeuge in Deutschland gesetzlich vorgeschriebene technische Überprüfung ist ebenso wie die Führerscheinprüfung streng reglementiert und wird genau überwacht. Im Auftrag der einzelnen Bundesländer werden bei den amtlich anerkannten Überwachungsorganisationen, zu denen TÜV Rheinland gehört, die wiederkehrenden Prüfungen sowie die Begutachtungen von Fahrzeugänderungen durch die Prüfingenieure auf Basis des Gesetzes für Kraftfahrtsachverständige durchgeführt. Die amtliche Anerkennung zur Errichtung und Unterhaltung der Technischen Prüfstelle in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Berlin liegt beim TÜV Rheinland Berlin Brandenburg Pfalz e.V. Dieser Verein wiederum hat die beiden Gesellschaften TÜV Rheinland Kraftfahrt sowie TÜV Pfalz Verkehrswesen mit der Wahrnehmung der Aufgaben beauftragt.

Im Auftrag der einzelnen Bundesländer werden auf den technischen Prüfstellen, von denen TÜV Rheinland in Deutschland rund 140 stationär betreibt, die vorgeschriebenen, wiederkehrenden Prüfungen sowie die Begutachtungen von Fahrzeugänderungen durch die Sachverständigen auf Basis des Kraftfahrsach¬verständigengesetzes durchgeführt. Die wiederkehrenden Prüfungen sind als Hauptuntersuchung bekannt.

Die Aufsicht über die technischen Prüfstellen liegt bei den jeweiligen Landesministerien. Der einzelne Sachverständige ist fachlich nur dem Leiter der technischen Prüfstelle sowie den Weisungen der Aufsichtsbehörde unterstellt. Qualitätsüberprüfungen finden mit internen Kontrollen von TÜV Rheinland ebenso wie mit Prüfungen der Aufsichtsbehörden verdeckt und offen statt – analog zur Kontrolle der Qualität bei den Führerscheinprüfungen.

Hauptuntersuchung bei Autos
Jedes Jahr rollen bei TÜV Rheinland bundesweit rund 2,6 Millionen Kraftfahrzeuge zur Hauptuntersuchung (HU). Die Hauptuntersuchung dient dazu, die technische Sicherheit der Fahrzeuge und den Umweltschutz zu gewährleisten. Überprüft werden unter anderem die Beleuchtungsanlage, Fahrwerk mit Rädern, Reifen und Bremsanlage, Motorraum, Innenraum, Scheiben und Wisch-Wasch-Anlage, Sicherheitsgurte und die weitere Sicherheitsausstattung sowie Auspuff- und Abgasanlage.

Seit dem 1. Juli 2012 gelten zudem einige Änderungen: Für alle Autos gibt es nach der Untersuchung einen genauen Prüfbericht, in dem jeder einzelne Mangel als erheblicher oder leichter Mangel aufgeführt ist. Erforderliche und fällige Reparaturen können somit leichter vorgenommen werden. Zudem ist die Prüfung um eine kurze Probefahrt erweitert worden. Für neue Fahrzeuge, die erstmalig ab 1. Juli 2012 in den Verkehr gekommen sind, ist künftig auch die Überprüfung aller elektronischen Sicherheitssysteme im Rahmen der HU verstärkt vorgesehen. So kontrollieren die Prüfer von TÜV Rheinland, ob elektronisch geregelte Sicherheitssysteme und umweltrelevante Fahrzeugeinrichtungen einwandfrei funktionieren – wie zum Beispiel die Airbags.

Zu Beginn der Prüfung ist eine kurze Probefahrt mit einer Geschwindigkeit von mindestens 8 km/h vorgeschrieben. Diese kurze Fahrt vervollständigt die bisherige statische Prüfung. Wichtige Untersuchungspunkte werden schon bei dieser Fahrt abgedeckt, beispielsweise die Aktivierung und Prüfung der elektronischen Steuerungen einzelner Fahrzeugeinrichtungen.

Jährliche Mängelstatistik bei Autos
Die Sachverständigen der verschiedenen TÜV-Unternehmen stellen einmal jährlich ihre Mängelstatistik vor. 2013 stellten sie im Bundesdurchschnitt bei 24,9 Prozent aller Autos erhebliche Mängel fest. Das heißt: Diese Autos erhalten keine TÜV-Plakette, sondern müssen nach Reparatur nochmals zur Prüfung. Besonders häufig entdecken die Prüfer von TÜV Rheinland bei der Hauptuntersuchung Defekte an Beleuchtung, an Bremsen, Auspuff sowie Achsen, Rädern und Reifen.

Bei alten Fahrzeugen ab dem siebten Lebensjahr ist die Mängelrate doppelt so hoch wie bei jungen Fahrzeugen. Bei Autos älter als elf Jahre hat sogar jedes dritte Fahrzeug erhebliche Mängel. Die Streuung der Mängelrate je Altersklasse zwischen dem besten und dem schlechtesten Pkw ist sehr groß: Bei Fahrzeugen bis drei Jahren beträgt die Spanne 4,2 bis 19,4 Prozent (der Durchschnitt liegt bei 9,1 Prozent), bis fünf Jahre von 7,3 bis 28,9 Prozent (Schnitt 14,8 Prozent), bis sieben Jahre von 9,9 bis 37,7 Prozent (Schnitt 21,2 Prozent), bis neun Jahre von 10,3 bis 42,7 Prozent (Schnitt 28,8 Prozent), bis elf Jahre von 12,8 bis 45,1 Prozent (Schnitt 33,3 Prozent) (Stand 2013).

Vergabe der Prüfplaketten für Kraftfahrzeuge
Sichtbares Zeichen für die wiederkehrende Prüfung an einem Kraftfahrzeug ist die Prüfplakette. Diese gibt es in sechs verschiedenen Farben, jeweils einem bestimmten Jahr zugeordnet. Das Fälligkeitsjahr ist in der Mitte der Prüfplakette zu erkennen, die Angabe des Monats erfolgt über eine Zahl zwischen 1 und 12, die entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn auf dem Rand der Plakette aufgebracht ist. Beim Aufkleben der Plakette wird der Fälligkeitsmonat auf 12 Uhr geklebt. Durch eine schwarze Markierung der Plakette am Rande zwischen 11 und 1 ist dann aus der Entfernung heraus für die Polizei die Erkennbarkeit des Fälligkeitsmonats gewährleistet (das Fälligkeitsjahr ergibt sich durch die Farbe). Die Einführung der Plakette erfolgte 1960, um die Kontrolle durch die Polizei zu erleichtern. Aus diesem Grund wird auch die Prüfplakette auf dem hinteren Kennzeichen angebracht.

Eine Plakette für einen Pkw ist immer 24 Monate ab der Prüfung gültig, auch wenn die Prüffrist überzogen wurde. Rund 8 Prozent der Fahrzeuge, die bei TÜV Rheinland geprüft werden, habe die Frist um zwei Monate oder mehr überzogen. Ist das der Fall, hat der Gesetzgeber eine zusätzliche Gebühr eingeführt. Beim Pkw macht beträgt diese rund 10 Euro. Die Gebühr für die Ergänzungsprüfung wird erhoben, weil die Prüforganisationen bei solchen Fahrzeugen verpflichtend eine Ergänzungsprüfung durchführen müssen. Grund dafür ist die zunehmende Anzahl der Mängel, je länger die Prüftermine auseinander liegen.

Aber Achtung, denn weiterhin gilt: Die HU darf nicht überzogen werden, das ist eine Ordnungswidrigkeit. Sanktionen und Bußgelder für eine Fristüberziehung bleiben gleich: Bei Pkw, Motorrädern und leichten Anhängern kostet eine Überziehung ab 15 bis zu 40 Euro. Außerdem können je nach Überziehungsdauer auch noch bis zu zwei Punkte in Flensburg fällig werden.